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Barbi Markovič und "Die verschissene Zeit" - Bandbreiten Text

Barbi Markovič  

Kultur HOF
Ludlgasse 16
4020 Linz
Austria

Event organiser: Jugend- und Kulturzentrum HOF, Ludlgasse 16, 4020 Linz, Austria

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Die 1980 in Belgrad geborene und seit vielen Jahren in Wien lebende Barbi Marković ist eine der spannendsten Erscheinungen des LIteraturbetriebes. 2009 sorgte sie mit dem Thomas-Bernhard-Remix-Roman „Ausgehen“ für Furore. 2016 erschien der Roman „Superheldinnen“, für den sie den Literaturpreis Alpha, den Förderpreis des Adelbert-von-Chamisso-Preises sowie 2019 den Priessnitz-Preis erhielt. 2017 las Markovič beim Bachmann-Preis, 2018 wurde „Superheldinnen“ im Volkstheater Wien aufgeführt. Ihr neuer Roman „Die verschissene Zeit“ spielt in ihrer Geburtsstadt, dem Belgrad der 1990er, liefert jedoch keine schnöde Autobiografie, sondern führt in Loops durch ein „riesiges psychowirtschaftliches Desaster“. Auf hochliterarische Art spielt Marković mit Versatzstücken von Trash und Science-Fiction. Das ist derb und intelligent, schlimm und lustig zugleich. Und Marković spielt auch tatsächlich, dem Roman liegt eine Anleitung zu einem gleichnamigen Rollenspiel bei. Ein literarischer Spieleabend mit offenem Ausgang – sehr arg und arg gut!


Richtig gutes Zeug
Literatur ist die Axt für die Borkenkäfer-Fichtenmonokultur in unseren Seelen! Für die brandneue Schiene kommen die klügsten und gewitztesten Autor*innen in den KULTUR HOF. So unterschiedlich sie sind, eint sie, dass sie junge Literatur schreiben, unabhängig von ihrem Alter. Richtig gutes Zeug eben. Damit der jeweilige Abend den außergewöhnlichen Gästen gerecht wird, muss sich Gastgeberin Dominika Meindl ins Zeug legen Können die Multitalente Stephan Roiss und Gigi Gratt irgendetwas so richtig schlecht? Womit verscheißt Barbi Marković ihre Zeit? Gibt es etwas, über das Ulrike Haidacher keine Satire schreiben würde? Und was müsste eine künstliche Intelligenzbombe können, wenn Raphaela Edelbauer sie konstruiert, höheren Unsinn?
Was regt die Autor*innen so richtig auf? Was macht sie einwendig? Was würden sie tun, wären sie einen Tag Gott? Soll Literatur schön sein oder muss sie weh tun? Geht Kunst auch ohne Drogen? Wir sprechen darüber, ob Tyrannenmorde ok sind. Wir begeben uns in Zeitschleifen und träumen vom Matriarchat. Wir schwanken zwischen Lüge und Wahrheit. Und schließlich die Hauptfrage, warum man sich das Schreiben überhaupt antut. Im Idealfall gibt der Abend die Antwort.
Gemeinsam hören wir uns Lieblingssong der Gäste an und reden gescheit darüber (oder blöd). Das Publikum ist eingeladen, eigene Fragen zu stellen – die besten drei gewinnen bei der weltersten Literatur-Tombola, zu der die Eingeladenen drei Gegenstände aus ihren Haushalten beisteuern, die sie mit Liebe ausgemistet haben.

Foto: Apollonia Theresa Bitzan

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KULTUR HOF
Ludlgasse 16
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